Wie gefährlich sind Bisphenol A und seine Ersatzstoffe?

BPA und BPS sind Wohl gleich groß und besitzen ebenfalls Phenolringe mit ähnlichen Anhängseln, erläutert die Biochemikerin, dadurch, dass sie womöglich wie ein Schlüssel in die Östrogenrezeptoren passen. Watson und ihr Kollege Rene Viñas, jetzt an der US Amt, untersuchten die Reaktion von kultivierten Hypophysezellen einer Ratte auf BPS. Diese Zellen reagieren besonders empfindlich auf Östrogene und Östrogenimitate, so dass die Forscher noch BPS-Konzentrationen von 10-15 Mol pro Liter testen konnten. Selbst bei diesen extrem geringen Mengen, stellte das Team fest, löste BPS eine Enzymkaskade aus, die normalerweise durch das Östrogen Östradiol aktiviert wird – dieser Effekt lässt sich auch mit BPA beobachten. Als die Wissenschaftler zusätzlich echte Hormone hinzufügten z. B. einen Östradiolspiegel simulierten, wie er bei Frauen zu finden ist, schien BPS den Signalweg übermäßig anzuregen, legte ihn dadurch lahm und führte schließlich zum Zelltod. Genau solche Ergebnisse, sagt Watson, würde man typischerweise für ein Östrogenimitat erwarten: eine unpassende Aktivierung von Östrogenreaktionen, das Ausschalten der normalen Östrogensignalwege und schließlich der Zelltod.

Andere Forschergruppen wiesen ähnliche Effekte nach. Susanne Bremer und ihre Kollegen am Institute for Health and Consumer Protection – einem von der Europäischen Kommission finanzierten Forschungszentrum im italienischen Ispra – untersuchte BPS und BPA auf einer für Östrogen sensitiven menschlichen Zelllinie. Demnach verhalten sich alle zwei Chemikalien wie Östrogene, doch Östradiol sei 100 000-fach wirksamer. Welche Konzentration am besten die Aufnahme von BPS durch den Menschen widerspiegelt, ist unklar. Ein Team um Catherine Simoneau vom Institute for Health and Consumer Protection analysierte insgesamt 30 BPS-haltige Babyflaschen aus zwölf Ländern. Nach fünf Minuten in kochendem Wasser und zwei Stunden bei 70 Grad celsius setzte keine der Flaschen nachweisbare Mengen an BPS frei. Doch BPS begegnet uns noch an vielen weiteren Stellen. Der analytische Chemiker Kurunthachalam Kannan vom New York City State Department of Health in Albany und seine Kollegen entdeckten BPS in Kassenzetteln, Fluggepäckanhängern und Bordkarten – allesamt aufnehmen Thermopapier, das BPS als Farbentwickler enthält. Die Wissenschaftler fanden BPS auch in Produkten aus Recyclingpapier, darunter Pizzakartons und Lebensmittelbehälter. Die Forscher um Kannan nehmen an, dass die BPS-Mengen, die wir durchschnittlich Zeitintervall percutan aufnehmen, deutlich unter den Grenzwerten für eine toxische Wirkung liegen.

Sogar Kleidung ließe sich aus dem Recyclingstoff weben. Ingenieure bezweifeln, dass die Anlage den entfesselten Kräften des Pazifiks standhalten wird. Biologen fürchten ca. Meeresfauna. Umweltschützer finden, dass die Menschheit den Plastikmüll durchaus nicht erst erzeugen sollte. Trotz des Gegenwinds, Typen wie Slat lassen sich nicht entmutigen. Slat ist eine Art Elon Musk des Umweltschutzes. Wie der Tesla-Gründer glaubt er fest an die Macht der Technik. Und er ist beseelt davon, die Welt zu einem besseren Ort möglich. Der Schwarm der Stachelmakrelen steht wie eine silberne Wand vorn Tauchern. Sonnenlicht bricht sich an der Wasseroberfläche und lässt die Tiere funkeln wie Discokugeln. Wie auf ein unsichtbares Zeichen hin drehen die Tiere zackig bei und stieben davon, nur um alsbald als wogende Masse zurückzukehren. Sylvia Earle gleitet langsam an den Leibern vorbei, in der hand die Unterwasserkamera. Die Fotoausbeute ist reich am Riff in Cabo Pulmo, einem kleinen Küstenort am südlichsten Ende der mexikanischen Halbinsel Baja California.

Verbraucher riskieren mit dem Griff zur Getränkedose die Aufnahme der hormonaktiven Substanz Bisphenol A (BPA). Dies ergaben von welcher Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Auftrag gegebene Untersuchungen. In zwei von zehn getesteten Dosengetränken konnte die Chemikalie BPA nachgewiesen werden. Hersteller von Getränkedosen verwenden offensichtlich weiterhin BPA-haltige Epoxidharze zur Innenbeschichtung ihrer Dosen. Die DUH hält die Belastung der in kleinsten Mengen hormonell wirksamen Chemikalie in Getränken für ausgeschlossen und rät Verbrauchern, Getränke – nicht nur aus Umweltgründen – in Mehrwegflaschen aus glas erhältlich. Denn nur Glas ist ein Material, welches keinerlei Wechselwirkungen damit Füllgut eingeht. „Bei den im FAXE-Bier und Hochwald-Eiskaffee festgestellten BPA-Mengen wurden zwar die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten. Für eine hormonell wirksame Chemikalie sollte wie in Frankreich das Vermeidungsgebot gelten. Langfristige hormonelle Auswirkungen können nur durch ein Verbot ausgeschlossen werden“, erklärt der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Am Gesundheitsrisiko der Chemikalie BPA gibt es keinen Zweifel. Bisphenol A wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen und wird beim Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Sexualstörungen oder Diabetes in Zusammenhang gebracht“, sagt der DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer. Die Europäische Lebensmittelüberwachungsbehörde EFSA hatte erst im Januar 2015 den Grenzwert für die in Verpackungen vorkommende Chemikalie drastisch von 50 auf 4 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gesenkt. Die Senkung des BPA-Grenzwertes wurde mit zu befürchtenden Gesundheitsbeeinträchtigungen begründet. Seit 2011 ist die Verwendung von BPA zur Herstellung von Babyflaschen in der Europäischen Union verboten. In Schweden gibt es mittlerweile ein Verbot der umstrittenen Substanz in Lebensmittelverpackungen für Kleinkinder. Frankreich hat Heuer BPA aus allen Lebensmittelverpackungen gesetzlich verbannt. „Zum Schutz der Verbraucher müssen hormonell wirksame Substanzen in Alltagsgegenständen verboten werden“, fordert Resch. „Um Produkte, die mit hormonaktiven Chemikalien verunreinigt sein können, sollten Verbraucher einen weiten Bogen machen. Hierzu zählt insbesondere die Getränkedose. Eine sichere Alternative sind Glas-Mehrwegflaschen.

Selbst Firmen nutzten den HPCS-Dienst und ließen die Fax-Nummer auf ihr Geschäftspapier drucken. Vieltausendmal schaute auch die Kriminalpolizei bei Tobit vorbei, weil unterm Schutz der anonymen Fax-Nummer manch krummes Ding über die virtuellen Thermorollen lief. Einer der Einstellung des „kostenlosen“ Angebots – der Test kostete Tobit rund 350 000 Mark – begann erst der Ärger. Kostenlose Dienste im Netz können nicht gehen können nach aussehen. Analog zu den virtuellen Gemeinschaften bildet sich virtuelles Geld. Angebote, die die Mitglieder „kostenlos“ dem Netz bereitstellen, werden mit diesem Geld verrechnet. Die alte Idee der Tauschringe mit ihren Tausch-Schecks feiert fröhliche Urständ. Selbst ein internationales Clearingsystem befindet sich im Bau. Als kostenloses Brüderlichkeitssystem wurde es seinerzeit vom englischen Künstler und Sozialreformer William Morris in seinem Roman „News from Nowhere“ skizziert. Ein Amerikaner nahm die Idee von Morris auf und entwickelte den Diners Club. Heute sind Transaktionen auf der Basis von Kreditkarten für die Mehrzahl der Geschäfte im Internet üblich, die nicht kostenlos ehelos sind.

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