Zusammenhang zwischen MIH und Bisphenol A – Aufnahme unwahrscheinlich

Mittels quantitativer Polymerase-Kettenreaktion (qPCR) wurde zudem eine höhere Konzentration an Enamelin codierender messenger RNA (mRNA) sowie eine niedrigere Konzentration an mRNA, welche die Kallikrein-related peptidase 4 (klk-4) codiert, nachgewiesen. KLK4 ist in die Entfernung von Schmelzproteinen (z.B. Enamelin) in der Reifungsphase des Zahnschmelzes (Härtungsphase) involviert. Dieses Ergebnis konnte in vitro in HAT-7 Ameloblasten der Ratte reproduziert werden. Neben einigen Stärken der Studie von Jedeon et al. BfR jedoch auch Schwächen im Studiendesign. Zu den Unsicherheiten der Studie zählt auch, dass die bei Ratten nach dem 30. Lebenstag gesehenen Mineralisationsstörungen nach dem 100. Lebenstag nicht länger vorhanden waren. Als war kein Unterschied mehr zur Kontrollgruppe festzustellen. Die Autoren begründen das Auftreten von Effekten bei Tag 30 nachgeburtlich mit einer deutlich schwächer ausgeprägten Fähigkeit embryonaler und neonataler Ratten zur Phase II Metabolisierung (und anschließender Ausscheidung) von BPA im Kontrast zu adulten Tieren. Dies führe im Zeitfenster annähernd Geburt herum zu deutlich höheren BPA-Konzentrationen im Blut gemessen an heranwachsenden und adulten Tieren.

Durch reinen Zufall stieß die Molekularbiologin und Genforscherin Patricia Hunt 1998 ebenfalls auf die Gefahren der weit verbreiteten Industriechemikalie BPA. Forscher der Case Western University hatten Plastikkäfige und Plastikwasserflaschen von Labormäusen mit einem scharfen Reinigungsmittel behandelt. Plötzlich kam es zu einem sprunghaften und unerklärlichen Anstieg von gravierenden Erbgutstörungen bei den Mäusen. Diesen Anstieg konnte Patricia Hunt zeitlich schließlich mit das Anschaffung neuer Käfige zusammenbringen. Die Käfige und die darauf montierten Wasserflaschen enthielten Polycarbonat, das bei Beschädigung – z.B. wenn Mäuse daran knabbern oder aggressive Reinigungsmittel eingesetzt werden – Bisphenol A freisetzte. BPA konnte durch Patricia Hunt eindeutig als der Stoff identifiziert werden, der diese Chromosomfehlverteilungen auslöste. Weitere Tests des Forscherteams ergaben, dass Chromosomenschäden an Mäuseweibchen über Generationen hinweg wirken. Bisphenol A könnte auf die gleiche weise auch die Entwicklung menschlicher Eizellen stören, befürchtet die Forscherin. Die von ihr beobachteten Chromosomendefekte spielen bei Fehlgeburten eine Rolle, Extrachromosomen sind etwa die Ursache von genetisch bedingten Krankheiten wie dem Down-Syndrom. Das Ergebnis der Analysen von Abwässern durch den Hormonspezialisten Peter Frigo zeigt die Prävalenz von Xenoestrogenen in der Umwelt, was nach Meinung des Experten einerseits auf aktuelle Verhütungsmethoden (Pille), andererseits auf Industriechemikalien wie DDT, Bisphenol A und Phthalate zurückzuführen ist.

Der Stoff 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan (CAS-Nr. Bisphenol A (BPA), wird für die Herstellung einiger Materialien und Gegenstände verwendet, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, etwa Polycarbonate und Epoxidharze, die in Lacken und Beschichtungen Verwendung finden. BPA kann von dem Material oder Gegenstand, mit dem das Lebensmittel in Berührung ist, ins Lebensmittel übergehen, so, dass es zu der BPA-Exposition der Verbraucherinnen und Verbraucher kommt, die solche Lebensmittel verzehren. Die Behörde veröffentlichte 2014 ein Gutachten, nach dem der gegenwärtige SML für Materialien und Gegenstände aus Kunststoff an den neuen t-TDI-Wert (Temporary Tolarable Daily Intake) von 4 µg/kg Körpergewicht täglich angepasst werden soll. Auf der Grundlage des t-TDI-Wertes, des Allokationsfaktors und der Expositionsannahme wurde daher für Materialien und Gegenstände aus Kunststoff ein SML von 0,05 mg BPA je Kilogramm Lebensmittel (mg/kg) festgelegt. Außer in Lebensmittelkontaktmaterialien aus Kunststoff wird BPA in beträchtlichem Umfang in Epoxidharzen für Lacke und Beschichtungen verwendet, insbesondere für die Aufbringung auf die Innenflächen von Lebensmittelkonserven. Die Verordnung gilt ab dem 6. September 2018. Lackierte oder beschichtete Materialien und Gegenstände sowie Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, die vorm 6. September 2018 rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, dürfen bis zum Abbau der Bestände in Verkehr bleiben.

Unzertrennlich aktuell veröffentlichten Hintergrundbericht empfiehlt das Umweltbundesamt Herstellern, Importeuren und Verwendern von Bisphenol A bereits heute Verwendungen, die Mensch und Umwelt belasten, durch gesundheits- und umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen – als Beitrag zum vorsorglichen Schutz von Mensch und Umwelt. Für Thermopapier gilt neben anderen der EU-Verordnung 2016/2235 ein Grenzwert von 0,02 Gew.-%, der ab 02.Januar 2020 eingehalten werden muss. Nach aktuellen Untersuchungen sind vermehrt Fortpflanzungs- und Entwicklungsstörungen vor allem bei Männern und männlichen Tieren bemerkbar. Als Ursache werden bestimmte Chemikalien vermutet, die das Hormonsystem beeinflussen können und die neben anderen das Nahrung und über die Luft aufgenommen werden. Solche sogenannten „endokrine Disruptoren“, stehen im Verdacht, die Entstehung bestimmter Tumore zu fördern, die Entwicklung des menschlichen Organismus zu stören oder die Fortpflanzungsfähigkeit zu mindern. Bisphenol S (BPS) ist ebenfalls eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Bisphenole, bei der die zentrale Methylengruppe jedoch durch eine Sulfonylgruppe ersetzt wird. Bisphenol S wird bei Polymerreaktionen (unter anderem bei der Herstellung von Polycarbonaten) eingesetzt. Es wird auch als Bestandteil von Epoxidharzen und als Antikorrosionsmittel und galvanotechnischer Hilfsstoff sowie als Zwischenprodukt zur Herstellung von Flammschutzmitteln, Thermopapier und weiterem verwendet.

R-Vac Vakuumbeutel (strukturiert) jetzt testen! Wahrhaftig beschäftigt uns das Thema „Folienverpackung im Lebensmittelbreich“ tagtäglich und unser ganzes Leben lang. Bereits in der Schulzeit wird das Pausenvesper für unterwegs und Frischhalten in Frischhaltefolie eingewickelt. Später im eigenen Haushalt werden Folienbeutel verwendet, um Obst, Gemüse oder andere Lebensmittel im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe länger frisch zu halten. Auch beim Einkauf von Lebensmitteln können wir uns auf Folienverpackungen verlassen. Um Lebensmittel vor äußeren Einflüssen zu schützen und selbstverständlich plus/minus Frische sowie die Qualität der Lebensmittel zu erhalten, sind beinahe alle kommerziell erhältlichen Produkte in Folien verpackt. Insbesondere bei luftdichten Folienverpackungen gewährleisten die Hersteller eine gleichbleibend hervorragende Qualität durch die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD). Wichtig bei der Verpackung von Lebensmitteln mit Folien ist, dass die Folien wie bspw. Vakuumbeutel oder Vakuumrollen frei von gefährlichen Weichmachern (100 % BPA-frei) sind. Die Endverbraucher beschäftigen sich selbst schlecht hiermit Thema und wissen daher selten, auf welche Vakuumbeutel sie sich bedenkenlos vertrauenswürdig und welche Folien Inhaltsstoffe aufweisen, die sie besser meiden sollten.

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