Bisphenol-A ist eine Industriechemikalie

Die Auswirkungen vom Schadstoff Bisphenol A auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt sollten unter REACH Datum 2014 unter Kontrolle bleiben der Stoffbewertung von Belgien geprüft werden. 2015 erfolgt die Aktualisierung der Prüfung. Das Hormonsystem ist an der Steuerung nahezu aller Körperfunktionen beteiligt, etwa an der Energieproduktion und -nutzung, an der Blutdruckregulation und an der Regulation des Elektrolythaushalts. Reaktionen auf Notfallsituationen (Hunger, Stress, Infektionen) werden hormonell gesteuert, ebenso die Stimmung, das Verhalten, das Wachstum, die Entwicklung und die Fortpflanzung. Das Hormonsystem wird von zahlreichen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst. Viele natürliche und synthetische Substanzen können darauf einwirken, wenn sie in den Körper gelangen. Kritische Dosen können so einerseits bestimmte hormonabhängige Körperfunktionen direkt stören. Substanzen, die schädliche Wirkungen auf das Hormonsystem haben können, werden als endokrine Disruptoren bezeichnet. Endokrine Disruptoren sind allerdings keine definierte Substanzgruppe. Dass sie auf das Hormonsystem wirken können, ist eine ihrer Eigenschaften. In ihren übrigen Eigenschaften können sie sich dagegen voneinander unterscheiden. Epidemiologische Studien zeigen eine Zunahme von Tumoren in Organen, die hormonell reguliert werden, so von Brust- und Prostatakrebs. Auch Beeinträchtigungen der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit durch Hodenhochstand oder sinkende Spermienzahl werden zunehmend beobachtet. Sie werden in der Wissenschaft als mögliche Folge der Aufnahme endokrin wirksamer Substanzen aus der Umwelt und aus Lebensmitteln diskutiert, ein Kausalzusammenhang ist jedoch bislang frei.

Der Toxiloge Martin Wagner

Martin Wagner ist Toxikologe an der Goethe Universität Frankfurt. Seit einer Ewigkeit untersucht er Mineralwasser auf chemische Rückstände, nun gar auf Stoffe, die im Körper ähnlich wie Hormone wirken. Die Stiftung Warentest hat Mineralwasser untersucht und weiterhin Pestizidrückstände entdeckt – ist das gefährlich? Wagner: Die Konzentrationen der gefundenen Pestizid-Abbauprodukte sind extrem niedrig und nach unseren derzeitigen Erkenntnissen gesundheitlich unbedenklich. Die Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt uns allerdings eins sehr deutlich: Wir haben den globalen Wasserkreislauf mit einer Vielzahl an synthetischen Chemikalien kontaminiert – und irgendwann kommen die Umweltchemikalien zu uns zurück. Wie stehen Sie zu den Bedenken, dass Kunststoffflaschen hormonähnliche Substanzen ins Mineralwasser abgegeben? Wagner: Wir haben in Studien hormonähnlich wirkende Substanzen, sogenannte Umwelthormone, im Mineralwasser gefunden und gute Hinweise darauf, dass zumindest ein Teil davon aus der Kunststoffverpackung stammt. In unserer ersten Studie haben wir 18 verschiedene Mineralwässer getestet, sowohl gläsern- als auch aus Plastikflaschen. Wasser aus Kunststoffflaschen war deutlich häufiger und höher hormonell belastet als das aus Glasflaschen.

Tupperware mit Bisphenol-A

Gerne beantworten wir Ihre Anfrage zur unbedenklichen Nutzung von Tupperware-Produkten bei mit Bisphenol A und legen Ihnen dar, warum Sie Ihre Tupperware-Produkte aus Polycarbonat weiterhin unbesorgt verwenden können. Zunächst möchten wir Ihnen versichern, dass ausschließlich der Kunststoff Polycarbonat hierbei Thema Bisphenol A in Verbindung steht. Alle anderen Kunststoffe wie zum Bsp. Polyethylen oder Polypropylen, aus denen die weitaus größte Zahl der Tupperware-Produkte hergestellt wird, sind deshalb deren Diskussion völlig unberührt. Wir ausdrücken den Stand der internationalen Forschung und die offiziellen Verlautbarungen der nationalen und internationalen Behörden in der EU, die besagen, dass Produkte, die mit Bisphenol A hergestellt wurden, keinerlei Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen. Bisphenol A wird seit unglaublich 40 Jahren benutzt und ist das am intensivsten erforschten Stoffe. Die Mehrzahl der Experten stimmt in ihren Forschungsergebnissen darin überein, dass Bisphenol A für den beabsichtigten Gebrauch, insbesondere auch im Lebensmittelbereich, unbedenklich ist. Sollte über Bisphenol A in den Medien sagen, prüfen Sie deshalb bitte immer kritisch: Um welche Produkte geht’s? Welchen Einsatzzweck haben diese Produkte? Etwa wird der Einsatz von Polycarbonat nicht für Babyflaschen empfohlen bzw. von einigen Wissenschaftlern und Behörden kritisch hinterfragt. Tupperware stellt sie deshalb eine Zeitlang aus Polypropylen her. Sie dürfen versichert sein, dass Tupperware Deutschland die Gesundheit ihrer Kunden sehr am Herzen liegt, was sich in einer verantwortungsvollen Auswahl aller Materialien zur Herstellung der Tupperware-Produkte widerspiegelt. Die aus Polycarbonat hergestellten Aufbewahrungs- und Servierbehälter von Tupperware können Sie als Kundin auch weiterhin vertrauensvoll nutzen.

Das Konzept TiPED

Hierfür entwickelte die Forscherin gemeinsam mit einigen Biologen und Chemikern ein Konzept namens TiPED oder Tiered Protocol for Endocrine Disruption. Neu synthetisierte Chemikalien sollen demnach in fünf verschiedenen Stufen auf ihr hormonaktives Potenzial getestet werden – seit Computeranalysen der Struktur bis hin zu Tierversuchen. Das Ziel: Ein Verbund aus unabhängigen Laboren untersucht Chemikalien auf anfrage von Kunststoffherstellern. Diese Unternehmen von einer Teilnahme zu überzeugen, räumt Watson ein, wird eine Herausforderung sein. Doch es gebe einen Anreiz, fährt die Biochemikerin fort. Denn sollte eine von den Firmen hergestellte oder verwendete Substanz als möglicherweise gesundheitsschädlich eingestuft werden, kann dies zu schlechter Presse, Umsatzverlusten und Klagen führen. Watson, „muss sich die gesamte Branche völlig umstellen.“ Anhand von TiPED sollen hormonaktive Stoffe den Markt künftig nimmer erreichen. Für Watson und viele andere Forscher ist die aktuelle Situation Riskant, weil sich in unzähligen Kunststoffprodukten viele ungeprüfte Substanzen finden lassen.

Plastik mit BPA im Ozean

Arg vier Kilometer tief in Waage soll die Anlage verankert werden, eine Herkulesaufgabe. Doch Slat strotzt vor Zuversicht. Tatsächlich hat der Jungunternehmer schon jetzt geschafft, was ihm niemand zutraute. Bereits als Gymnasiast, bei einem Tauchurlaub in Griechenland, kam Slat auf die Idee der Plastiksammelanlage. Seitdem ist er besessen von der Idee, den Ozean aufzuräumen. 2014 sammelte er über eine Crowdfunding-Plattform die ersten zwei Millionen Dollar für sein Projekt ein. Slat heuerte eine Schar enthusiastischer Ingenieure, Biologen und Ozeanografen an. Im Juni ließ er eine 100 Meter lange Testanlage zwölf Seemeilen vor der niederländischen Küste in der Nordsee verankern. Worauf ist ein Prototyp vor der japanischen Insel Tsushima geplant. Wenn das Geld reicht – auf 350 Millionen Dollar schätzt er die Gesamtkosten -, soll 2020 der Bau der Anlage im Pazifik beginnen. Irgendwann könnte sich das Projekt sogar selbst tragen. Slat. Aus altem soll neues Plastik werden. Stoßstangen und Parkbänke aus „Ozeanplastik“ schweben dem Unternehmer vor.

BPA gefährlich für Hormonhaushalt

Dabei reichen bereits geringe Mengen von BPA aus, um unseren Hormonhaushalt angreifen zu können. Thermopapier wie Kassenbons enthält ebenfalls BPA. Die größte Gefahr, dass BPA in unseren Organismus gelangt, besteht immer dann, wenn Verpackungen bzw. der Behälter erhitzt werden. Bereits bei geringer Wärme löst sich BPA aus dem Kunststoff und geht in den Inhalt über. Die normale Körperwärme eines Babys reicht somit schon aus, ums Bisphenol im Schnuller zu lösen. Auch Wasserflaschen, die bei Hitze im Auto nicht sofort wieder tauen, können BPA freisetzen und ins Wasser übergehen. Wie schädlich der Stoff für uns sein kann, machen einige Studien deutlich. Eine gesundheitsschädliche Wirkung von Bisphenol A nachzuweisen, ist leider nicht einfach. Toxikologen sind sich zwar einig, dass der Stoff Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, können dieses jedoch aktuell nicht zu einhundert Prozent nachweisen. Wie schädlich sind Putzmittel für die Gesundheit? Bisphenol gehört zu den Chemikalien, die sich im täglichen Leben extrem schwer komplett vermeiden lassen. In beinahe jedem Alltagsprodukt findet man BPA.