Kassenbons enthalten giftiges Bisphenol-A

Aber partiell können Konsumenten kaum unterscheiden, welche Belege die Chemikalien enthalten und welche nicht. Eine Stichprobe des BUND hatte 2016 ergeben, dass 14 von 19 getesteten Kassenzetteln Bisphenol A enthielten. Datum 2017 testete die Österreichische Verbraucherschutzorganisation VKI insgesamt 337 Kassenzettel. Das Ergebnis: Nur 30 deren enthielten kein Bisphenol A. Und skurrilerweise waren die Bons aus der Gastronomie und aus Apotheken besonders belastet. Verzichten Sie darum, wenn möglich, auf einen ausgedruckten Kassenbeleg. Entsorgen Sie Kassenzettel etc. aus Thermopapier nicht im Altpapier, sondern im Restmüll. Über das Altpapier entsorgt, könnte Bisphenol A sich in Recycling-Toilettenpaperen und Pizzakartons wiederfinden. Lassen Sie kleine Kinder nicht hierbei Papier spielen. Denn kleine Kinder könnten die belasteten Papiere in den Mund nehmen. Das meiste Bisphenol A nehmen wir nicht über Thermopapiere, sondern vor allem über Behälter und Verpackungen auf: Denn es gibt auch im Kunststoff von Trinkflaschen, Lebensmittelboxen so und auch so in der Innenbeschichtung von Konservendosen enthalten. In Baby-Trinkflaschen wurde es EU-weit schon 2011 vorsorglich verboten.

Thermorollen halten bis zu 7 Jahre

Wenn Sie dies beachten, dann können noch neu verpackte Thermorollen auch noch bis zu 7 Jahren haltbar sein. Kassenbelege, die aus Thermopapier bestehen, sollten Sie auch gegebenenfalls nicht zu lange in Ihrem Portemonaie oder Kunststofffolien lagern, da durch Weichmacher oder auch Gerbstoffen die Schrift unlesbar werden kann. Auch der Kontakt mit Desinfektionsmitteln, Lösungsmitteln, Ölen und Fetten kann den Aufdruck unlesbar werden lassen. Da empfiehlt es sich besser eine Metallkassette zu verwenden, wenn die Belege für eine ewig deponiert sein sollen. Welche Eigenschaften haben Thermorollen? Thermorollen haben die Eigenschaft, dass sie ohne Farbpatronen oder Toner bedruckt werden können. Verschiedene Stoffe im Papier ermöglichen die Reaktion auf Hitze, neben anderen die das Papier beschrieben wird. Das ist unauftrennbar großen Laden es ist vorzuziehen, dass, da der Drucker keine Laufzeit braucht um sich aufzuheizen. Aber aufgrund der enthaltenen Stoffe sollten Sie die Thermorollen oder Belege nicht direkt der Sonne oder großer Wärme aussetzten, da sonst bei diesem Papier auch die Schrift, bzw. die Farbe verblassen wird.

Ein Hormongift regiert unser Leben

Plastikflaschen, Konservendosen, Verpackungen, Babyschnuller. Sie alle enthalten Bisphenol A (BPA), das Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Unfruchtbarkeit auslösen kann. Bisphenol S soll BPA ersetzen, dabei ist BPS noch gefährlicher! Greifen Sie auch dann noch zum nächsten Kassenbon, wenn Sie erfahren, dass er einen Schadstoff per Hautkontakt in Ihren Blutkreislauf überträgt, der zu Diabetes, Asthma und Übergewicht führen und Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen kann? Entgeltpflichtig ist das Hormongift Bisphenol A (BPA) in Babyflaschen längst EU-weit verboten. Nach Alternativen wird eifrig gesucht, doch der vermeintliche Ersatzstoff Bisphenol S ist offenbar noch gefährlicher als BPA, wie eine aktuelle Studie nun zeigt. Plastikflaschen, Verpackungen, Babyschnuller oder Thermopapier, aus dem etwa Kassenbons bestehen, sind nur einige der Produkte, in denen gefährliche chemische Verbindungen wie Bisphenol A lauern, die im Verdacht stehen, hormonähnliche Wirkungen auf unseren Körper auszuüben. Das Hormongift kann sich etwa beim Kontakt mit Lebensmitteln aus der Verpackung lösen und wird schließlich über die Nahrung aufgenommen.

Auch in Verpackungen ist BPA enthaten.

Mehrheitlich Verpackungen und sonstigen Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, werden unter Ausnutzung von Klebstoffen hergestellt. Die oft sehr komplexen Rezepturen enthalten zahlreiche Einzelkomponenten. Ein jeder Rezeptur besteht aus bis zu 15 Bestandteilen, wobei mehrere hundert Substanzen für Klebstoffe auftauchen können. Bei wiederverschließbaren Verpackungen spielen Klebstoffe eine große Rolle, insbesondere bei Fleisch- und Wurstwaren sowie Käse in scheiben. Wiederverschließbare Verpackungen können höhere Migrationswerte aufweisen als nicht wiederverschließbare Verpackungen vergleichbaren Typs. Probleme mit Rückständen aus Klebstoffen gibt es umso mehr dann, wenn der Klebstoff nach dem Zusammenfügen der Folien nicht genügend Zeit zum Aushärten bekommt. Zu den Stoffen, die durch nicht sachgemäße Verfahrensabläufe entstehen können, gehören primäre aromatische Amine (PAA). Bei PAA handelt es sich um eine Stoffgruppe mit großer gesundheitlicher Relevanz. Zu dieser Stoffgruppe gehören auch Verbindungen, die schon in kleinen Mengen als krebserregend gelten. Der Lieferant des Klebers muss dem Anwender die Bedingungen nennen, unter denen die Bildung aromatischer Amine zu verhindern ist und keine Belastung der Lebensmittel auftritt. Im weltweiten Handel funktioniert dies nicht immer. Als Bestandteile von Materialien und Gegenständen für den Lebensmittelkontakt müssen auch Verpackungsklebstoffe Artikel 3 der Verordnung (EG) 1935/2004 erfüllen.

Machtkämpfe in der EU

Starke Industrielobbyisten und die Verhandlungen zum geplanten TTIP-Freihandelsabkommen mit den USA: Es gibt viele Gründe, warum bestimmte giftige Chemikalien schließlich auf dem Markt sind – das zeigen bislang unveröffentlichte Dokumente der EU-Kommission. Die giftigen Chemikalien sind sogenannte endokrine Disruptoren. Sie stecken in Plastik, Kosmetika und Pestiziden – als Weichmacher, Dioxine, PCB oder Bisphenol A, dessen Verwendung die EU 2011 eingeschränkt hat. Korrekterweise, denn selbst kleinste Mengen können dauerhafte Schäden verursachen, wenn etwa Embryos damit in Kontakt kommen. Im Jahre 2009 entschied das Europaparlament deshalb, dass die Chemikalien reguliert und viele Produkte wohl verboten werden müssten. Bis Ende 2013 hatte die EU-Kommission dafür Zeit. Die Generaldirektion Umwelt (DG ENV) übernimmt die Führung und lässt sich einen Überblick übern Stand der Forschung zusammenstellen – weiterhin von welchem Deutschen Andreas Kortenkamp – einem der weltweit führenden Endokrinologen. Sein Bericht empfiehlt eine strenge Regulierung. Dafür müssten zunächst zuverlässige Tests entwickelt werden, um festzustellen, welche Chemikalien auf das Hormonsystem wirken – im zweiten Schritt müssen klare Kriterien für die Zulassung oder ein Verbot definiert werden.